Autarkie und Selbstbestimmung
Mit der Idee, mittel- und langfristig Modelle zur Selbstversorgung zu entwickeln, bin ich absolut nicht alleine.
Experimente für Selbstversorgung gibt es bereits:
http://experimentselbstversorgung.net/
http://umweltfreundlich-bauen-wohnen.suite101.de/article.cfm/ist-autark-zu-leben-sinnvoll
Dabei ist die Idee überhaupt gar nicht neu, sondern knüpft an die Lebensstrukturen an, in denen Menschen vor der Zeit der Industrialisierung lebten.
Grundsatz ist, dass jeder sowohl an Bewirtschaftung und Organisation beteiligt ist, wie natürlich auch am Nutzen. Es ist eine direkte Umsetzung von Autarkie und Selbstbestimmung.
Mehrgenerationen-Siedlungen erleichtern die Umsetzung:
http://mehrgenerationensiedlung.org/index.php…?page=start
Beides sind Wege zu Autarkie, die zwar einiges Umdenken und viel Engagement erfordern und unseren Lebensstil verändern, aber dass die Gemeinschaften etwas ändern müssen, ist ohnehin klar.
Dabei auf die Unterstützung der (derzeitigen) Politik zu warten, dürfte ziemlich sinnlos sein, weil sie auf Zentralisierung von Bestimmung und Macht angelegt ist.
Da bedarf es der klaren Entscheidung jedes Einzelnen, den Mutsprung in neue Strukturen zu wagen.
Der Sprung ins Neue oder: “Man erschafft Neues, indem man das Alte überflüssig macht.”
Ganz gewiss ist es Zeit- und Kraftverschwendung, gegen die Kräfte ankämpfen zu wollen, die die zur Zeit noch bestehenden Strukturen verteidigen und erhalten wollen oder sie gar noch in eine zentralistischere und repressivere Form bringen wollen. Diese Kräfte erhalten sich und ihre Strukturen, indem sie sich die Gewohnheiten und die Alternativlosigkeit der vielen einzelnen Menschen zunutze machen. Sinnvoll ist alleine, Kraft in die Entwicklung und Umsetzung neuer Konzepte zu investieren, darüber mit vielen anderen zu reden und entsprechend zu handeln. Würde Mahatma Gandhi noch leben, würde er vielleicht sagen: Bringt den Mut auf, gewaltlosen Widerstand zu leisten, indem ihr euer Denken und Handeln überprüft und schädliche Kooperationen beendet!
Verständlicherweise kommen Angst und Zweifel auf bei dem Gedanken, die gewohnte und bisher einzige erlebte Struktur von Gemeinschaft drastisch ändern zu wollen. Den Jüngeren unter uns werden Veränderungen ganz sicher leicht fallen.
Am Sonntag, 03. April 2011, findet im hessischen Fulda ein Infotag über Mehrgenerationssiedlungen statt . Ich werde dort sein und danach (wenn möglich) darüber berichten.